Tipps und Tricks

[Tipps und Tricks] Skitouren-Einsteigertipps: Teil 5 – Die richtige Technik bei Aufstieg und Abfahrt

Allgemeine Verhaltensregeln

Pisten

Beim Tourengehen auf Pisten ist den Anweisungen des Eigentümers Folge zu leisten! Jede Abweichung der Regelungen, fällt auf alle anderen Tourengeher zurück. Wenn sich immer wieder ein paar Individuen nicht an Vorgaben halten können, dann passiert es ganz leicht, dass der Liftbetreiber das Skitourengehen untersagt.

Grundsätzlich gilt für Pistentouren:

  • Wenn es eine eigene Skitouren-Route gibt -> Dieser folgen
  • Wenn man auf der Piste gehen muss, dann bitte immer nur am Pistenrand
  • Wenn die Piste zu queren ist, vorher nach oben schauen, ob eventuell ein Skifahrer vorbeidüsen möchte
  • Gegenseitige Rücksichtnahme (Skitourengeher vs. Skifahrer)
  • Hunde sind meistens nicht erlaubt
  • In Gruppen hintereinander gehen

Im Gelände

  • Keine Selbstüberschätzung
  • Schnellere Tourengeher vor lassen
  • Langsamere Tourengeher nicht hetzen
  • Auf erfahrenere Tourenpartner hören
  • Notfalls immer die leichtere, flachere Route wählen
  • Vorab über die geplante Tour gut informieren!
    (siehe auch Skitouren-Einsteigertipps: Teil 4 – Tourenplanung + Checkliste)
  • Rücksicht auf die Umwelt und die Tierwelt nehmen (Keinen unnötigen Krawall machen, keinen Müll hinterlassen etc.)

Die richtige Geh-Technik

ski-tourengeherEgal mit welcher Bindung ihr unterwegs seid, das Grundprinzip beim Skitouren gehen ist das Gleiche!
Indem man die Ferse hebt, schiebt man den Ski nach vorne. Dies sollte mit geringem Kraftaufwand möglich sein. Wichtig ist, dass der Ski nach vorne bzw. nach oben gleitet, er muss nicht komplett angehoben werden. Für steilere Passagen gibt es eine Steighilfe. Diese besteht aus einer oder zwei Stufen. Die Steighilfe sparsam einsetzen. Diese wird oft viel zu früh hochgeklappt und man fühlt sich dann, als würde man auf High Heels dahin spazieren, was extrem mühselig ist.
Beim Hochgehen empfiehlt es sich die Skischuhe offen zu lassen, um noch mehr Bewegungsfreiheit zu haben. Zusätzlich gibt es bei den meisten Skischuhen eine Umstellmöglichkeit zwischen dem „Walk“- und „Ski“- Modus. Nicht vergessen den Modus vor dem Losgehen umzustellen, sonst wird eine leichte Tour schnell zur Qual.

Die berühmt berüchtigte Spitzkehre

Je steiler der Hang wird, desto spitzer werden die Kehren, die man gehen muss. Ab ca. 30° Hangneigung, beginnt der sogenannte „Spitzkehren-Tango“. Wie macht man aber nun eine perfekte Spitzkehre?

Ein Versuch der Erklärung:

  1. Wenn du am Wendepunkt angelangt bist, gehe sicher, dass dein Talski gut steht und nicht weg rutscht.
  2. Stelle mit etwas Schwung den Bergski in die neue Richtung. Wichtig hierbei: Der Abstand zwischen den beiden Skiern sollte nicht zu groß sein.
  3. Verlagere das Gewicht auf den Bergski und vergewissere dich, dass er einen festen Stand hat.
  4. Stütze dich auf deine Skistecken
  5. Jetzt kommt der schwierige Teil! Gib dem Talski einen „Kick“ mit der Ferse und schwinge ihn neben deinen anderen Ski. Das braucht ein wenig Übung bis man nicht mehr mit der Skispitze im Schnee oder einer Latsche hängen bleibt.
  6. Und fertig ist die Spitzkehre!

Ich wollte das Ganze eigentlich mit Bildern oder einem Video untermalen. Mir sind jedoch die Berghasen zuvor gekommen. Da ich nichts von doppeltem Aufwand halte und die Beschreibung von ihnen gut gelungen ist, verlinke ich an dieser Stelle faulheitshalber einfach auf ihre Seite: In 6 Schritten zur perfekten Spitzkehre

(Einer der Nachteile, wenn man alleine einen Blog betreibt… man kann sich schwer dabei fotografieren oder filmen…)

Die Abfahrt

Jetzt kommt endlich der schönste Teil einer Skitour: die Abfahrt!

Da ich euch in ein paar Zeilen nicht das Skifahren beibringen kann, nur ein paar allgemeine Tipps für Anfänger:

  • Am Gipfel umziehen und in die wärmeren Klamotten schlüpfen. Skihelm aufsetzen und dickere Handschuhe anziehen
  • Felle direkt bei der Ankunft am Gipfel abziehen
  • Skischuhe zumachen und auf „Ski“-Modus umstellen
  • Bindung fixieren
  • Beim Abfahren keine Selbstüberschätzung
  • Wenn es euch zu schnell wird, dann fahrt am besten in den Hang hinein, quasi nach oben
  • Lieber ein Schneepflug zu viel als zu wenig
  • Immer in die Knie gehen, Belastung auf den Talski
  • Der Körper schaut immer ins Tal, nur die Beine drehen sich
  • Je steiler der Hang, desto hüpfender der Schwung
  • Bei Pisten, Eis etc. den Körper gerade halten
  • Bei Pulverschnee den Körper etwas nach hinten verlagern (macht man meist eh automatisch)
  • Bei langen Schussfahrten nach hinten lehnen, um schneller zu werden (für besonders Gelenkige: ganz runter setzen, quasi hin hocken auf den Ski)
  • Und zu guter Letzt: üben, üben, üben!

Und wenn’s euch mal hinein wuzzelt, nicht verzagen! Das passiert jedem, vor allem am Anfang. Es tut zum Glück meist nicht weh 😉

Weitere Skitouren-Einsteigertipps gibt es hier:

Skitouren-Einsteigertipps Teil 1: Tourenski & Schuhe

Skitouren-Einsteigertipps Teil 2: Die richtige Kleidung

Skitouren-Einsteigertipps Teil 3: Die Sache mit den Lawinen

Skitouren-Einsteigertipps Teil 4: Die richtige Tourenplanung + Checkliste

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