Anfänger, Bergtour, Skitour

[Skitour] Carl v. Stahlhaus über Königsbachalm

Eckdaten:

Art der Tour: Skitour
Ziel: Carl v. Stahlhaus 1736 m
Talort: Berchtesgaden
Startpunkt: Parkplatz Jennerbahn
Dauer Aufstieg: 3h30m (gemütliches Tempo)
Abfahrt: Piste – Skigebiet Jenner
Höhenmeter Aufstieg: ~1200HM
Schwierigkeit: leicht
Anreise: Zug/Bus (Tageskarte 7 Euro) oder Auto (Kleingeld für Parkplatz mitnehmen)
Wetter: Kein Niederschlag, etwas Nebel
Pistenzustand: Gut präpariert
Einkehrmöglichkeit: Schneibsteinhaus, Carl v. Stahlhaus (kein Ruhetag),
Jenner-Skigebiet


Diese Tour war eine Empfehlung in einer Facebook-Gruppe für Gemütliche Berggeher und aufgrund der tollen Bilder war bald klar, dass ich diese Tour zeitnahe machen möchte. Da der Startpunkt auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist, wäre ich sie sogar allein gegangen. Aber auf Tanja ist immer Verlass und so begleitete sie mich wieder einmal auf dieser Tour.

Hier geht’s zur Facebook-Gruppe: Gemütliche Bergfreunde und die, die es noch werden wollen


Die Anreise

Von Salzburg kann man entweder mit der S3 nach Freilassing fahren und von dort aus mit dem Zug oder Bus weiter Richtung Berchtesgaden oder man fährt direkt mit dem Bus 840 nach Berchtesgaden. Hier gibt es einige verschiedene Varianten. Am besten entscheidet ihr das je nachdem wo ihr wohnt bzw. einsteigt und wo genau ihr hinmüsst. Ich empfehle euch die App „ÖBB Scotty“. Dort einfach den Start- und Zielort eingeben und die App sucht euch die passenden Verbindungen. Ich richte mich dann in erster Linie nach der Uhrzeit und als zweiten Faktor nach der Anzahl der Umstiege (je weniger, desto besser). Von Berchtesgaden Bhf geht die Busline 841 direkt zur Jennerbahn-Station.

Meine Verbindungen im konkreten Fall:

Hinfahrt: S3 Bhf Salzburg Aiglhof – Freilassing – umsteigen – S4 Bad Reichenhall

Rückfahrt: Regionalzug Bischofswiesen – Freilassing umsteigen – S3 bis Salzburg

Leider hab ich erst im Nachhinein gesehen, dass es Tagestickets um 7 Euro gibt. Eine Einzelfahrt bis Bad Reichenhall schlägt mit 4,10€ zu buche und bis Berchtesgaden sind es sogar 6,60€, sprich eine Tageskarte zahlt sich nahezu immer aus.

Tanja und ich haben uns in Bad Reichenhall getroffen und sind dann zusammen im Auto zum Parkplatz der Jennerbahn gefahren. Bei der Anreise mit dem PKW genug Kleingeld für den Parkautomat mitnehmen.

parkgebuhren


Der Aufstieg

Der richtige Weg ist nicht wirklich schwer zu finden. Selbst für Orientierungsmuffel wie mich. (Ich juble bei jedem Wegweiser, ehrlich!). Am Anfang herrschte bei uns minimal Unsicherheit. Man muss ein Stück der Jennerbahn folgen. Da kommt dann auch ein ganz kurzes Steilstück. Bei der ersten Möglichkeit rechts weg zu biegen, geht es dann Richtung Königsbachalm. Dort befindet sich ein Übersichtsplan und ein „Tourengeher-Route“-Zeichen.

Dieser Übersichtsplan hängt dort: Tourengeherinfo – Jenner

Kann man quasi nicht verfehlen. Unsere Route ist die ganz rechts, die sich um den Berg herumschlängelt.

Ab hier wird es richtig schön und gemütlich. Es geht relativ flach dahin über die ganze Strecke. Rechts tut sich ein herrlicher Ausblick auf den Königssee und die umringenden Berge auf. Leider war es an diesem Tag etwas nebelig, dass wir nur erahnen konnten, was sich dahinter verbirgt.

Und so trottet man gemütlich zwischen Wald und Wiesen dahin, dem Schilderwald hinterher. Obwohl man sich nicht wirklich arg anstrengen muss, so darf man diese Tour dennoch nicht unterschätzen, denn sie zieht sich ganz schön in die Länge. Es sind immerhin 1200 HM zu überwinden. Mein Ratschlag für eher untrainierte Leute: Lauft nicht los, spart eure Kraft und geht nur auf 2 Drittel bis 3 Viertel eurer Kraftreserven. Gerade bei so flachen Stücken ist man dazu verleitet ein schnelleres Tempo vorzulegen.

Beim letzten Schild „Schneibsteinhaus 30 min“ und „Stahlhaus 45 min“ hat man es dann quasi schon geschafft. Wir haben für die letzten Höhenmeter nur die Hälfte der angegebenen Zeit gebraucht. Da die Hütten auch bald in Sichtweite sind, steigt die Motivation automatisch, beim Ausblick auf ein Gipfelbier und eine feine Mahlzeit.

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Das Schneibsteinhaus

Zum Glück war das Schneibsteinhaus geschlossen, denn da noch vorbei zu gehen ohne einzukehren, ist wirklich hart 🙂

Nur kurze Zeit später kam aber auch schon das Stahlhaus in Sicht, das eigentliche Ziel der Tour. Hier kann man mit den Skiern bis auf die Terrasse schreiten (wenn nicht gerade Wochenende und somit Hochbetrieb ist)


Die Hütteneinkehr

Auszug aus Wikipedia: Das Carl-von-Stahl-Haus (Stahlhaus) ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Salzburg des Österreichischen Alpenvereins in den Berchtesgadener Alpen. Sie liegt im österreichischen Bundesland Salzburg in einer Höhe von 1736 m ü. A. am Torrener Joch unweit des Jenners zwischen Hagengebirge und Göllstock, direkt an der Grenze zu Bayern. Das Stahlhaus ist aufgrund der leichten Erreichbarkeit ein beliebtes Ausflugsziel von Wanderern und Tagesgästen, aber auch ein wertvoller Ausgangspunkt für Bergsteiger, die von hier aus größere Touren unternehmen.

Es hat sich als praktisch herausgestellt eine Berchtesgadenerin dabei zu haben, so kamen wir gleich ins Gespräch mit dem netten Hüttenwirt. Bei einer Solotour wäre ich an diesem Tag alleine oben gesessen, denn die Bundeswehr-Truppe, die auch noch einkehrte, war gerade wieder am Aufbrechen.

Endlich gab’s das wohlverdiente „Gipfel“-Bier und dazu einen superleckeren Pichelsteiner-Eintopf. Und weil am Berg alle Menschen viel netter sind, gab’s für uns noch einen Apfel und „an guatn Zirbn“ mit auf den Weg. Prost! Hüttenhund Susi hat’s auch gefallen.


Die Abfahrt

Nach der Einkehr muss man zum Abfahren zur Jenner-Piste queren. Daher lässt man einfach die Felle auf den Skiern und marschiert den kurzen Weg von ca. 10 Minuten hinüber. Dazu hält man sich vom Stahlhaus aus gesehen eher rechts den Hang entlang, bis dann eh schon wieder das nächste Schild einem den Weg weist. Meistens ist hier aber sowieso schon gespurt und man kann blind den typischen Tourengeher-Rillen folgen.

Anstiege nach dem eigentlichen Ziel schrecken viele oft ab, aber lasst euch gesagt sein, auf dieser Tour ist nichts wirklich anstrengend. Man verliert hier total die Scheu vor Höhenmeter-Angaben, weiteren Anstiegen, der angegebenen Dauer etc. Es ist wirklich eine wunderbare und gemütliche Skitour mit einer Hütte als Ziel (Zusatzansporn! Warme gemütliche Hütte mit Kachelofen statt exponierter Gipfel)

Bilder vom Abfellplatz mit Blick zur Jenner-Bergstation und (wie sollte es anders sein) einem erneuten Schilderwald 😉

 

Für die Sportler gibt es rund um das Stahlhaus noch einige Gipfel, die man mitnehmen könnte: Jenner, Schneibstein (kleine Reibn), die Hohen Rossfelder (Beschreibung unter: [Skitour] Hohe Rossfelder über Königsbachalm), etc.

Ich kann euch diese Skitour wirklich wärmstens empfehlen. Sie ist für Jedermann und Jederfrau geeignet vom Anfänger bis zum Profi. Das war zwar mein erstes Mal am Stahlhaus, aber bestimmt nicht das letzte Mal!

Bis bald!

Eure Romana

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