Anfänger, Bergtour, Wandertour

[Wandertour] Kapuzinerberg – Rundweg

Ihr kennt das bestimmt: Die Arbeit stresst, die Kinder wollen Aufmerksamkeit, die Mama hat Geburtstag oder die Freundin, die man ewig nicht mehr gesehen hat, lädt zu Kaffee und Kuchen. Die wenigen freien Lücken, die man im gestressten Alltagsleben für sich hat, regnet es natürlich oder die Mobilitätsgarantie „Auto“ ist gerade in der Werkstatt…

Darum stelle ich euch hier eine kleine aber feine Wanderung mitten im Herzen Salzburgs vor. Selbst wenn man nicht allzu viel Zeit zur Verfügung hat oder es der Wettergott nicht gut mit einem meint, findet man am Kapuzinerberg ein paar unberührte Fleckchen Natur, die einen Ausflug absolut wert sind.

Die im Folgenden beschriebene Tour ist ein Rundweg, ausgehend vom Platzl (Beginn der Linzergasse) über das Franziskischlössl und entlang der Basteimauer zurück zum Ausgangspunkt. Es handelt sich an den meisten Stellen eher um einen Spaziergang als um eine alpine Wanderung, dennoch empfehle ich, vor allem für den Weg entlang der Wehrmauer, gute Schuhe mit Profil.


Eckdaten:

Kapuzinerberg

Art der Tour: Wandertour / Spaziergang
Ziel: Franziskischlössl am Kapuzinerberg
Talort: Salzburg
Startpunkt: Platzl (zw. Linzergasse und Staatsbrücke)
Dauer Rundweg: ca. 1 h
Höhenmeter: 220 HM
Schwierigkeit: leicht
Meine Anreise: Fahrrad
Einkehrmöglichkeit: Franziskischlössl

Die Wanderung als einseitiges PDF zum Download und Ausdrucken:
Kapuzinerberg_V1.0 (PDF)


Die Anreise

Für Stadt Salzburger empfiehlt sich die Anreise mit dem Fahrrad. Stellplätze gibt es neben der Staatsbrücke gegenüber vom Platzl. Aber auch entlang der gesamten Linzergasse finden sich immer wieder Eckchen, wo man sein Gefährt abstellen kann.

Die Anfahrt mit dem Obus ist ebenfalls unkompliziert und einfach, Haltestelle Hanuschplatz oder Theatergasse.

Für Wanderer aus der Region, die mit dem Auto zu Besuch in der Stadt sind, empfehle ich eine der umgebenden Parkgaragen zu nutzen. Parken in Salzburg ist ein Graus und bevor man 3 x im Kreis fährt, stellt man sich besser in die Garage. Zur Auswahl stehen entweder die Mönchsberggarage, Mirabellgarage oder die Linzergassengarage.


Der Anstieg

Der Rundweg beginnt am Franziskustor in der Linzergasse (gegenüber Gablerbräu bzw. Priesterhausgasse). Hier folgt man der asphaltierten Straße, bis zum ersten Aussichtspunkt.

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Der asphaltierte Stefan-Zweig-Weg schlängelt sich gemächlich den Kapuzinerberg hoch. Wer möchte, benutzt zum leichteren Aufsteigen die Treppen rechtsseitig. Treppen steigen ist gut für die Po-Muskulatur, hab ich mir sagen lassen…

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Mehrere Zeitzeugen des Dreißigjährigen Krieges zieren den Weg. Der Stefan-Zweig-Weg führt uns an dieser Stelle durch die Felixpforte. In den meisten dieser Torbögen befinden sich mittlerweile Wohnungen…

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In einer Rechtskurve geht es Richtung Kapuzinerkirche. Hier kann man entweder die Treppen zu den drei Kreuzen hinauf steigen oder rechts herum daran vorbeigehen.

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Nach der Treppe mit den drei Kreuzen biegt man links ab und spaziert an der Kapuzinerkirche vorbei bis zum nächsten Torbogen.

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Hier wird es nun spannend… Grundsätzlich ist es völlig egal wo man lang geht, denn alle Wege enden irgendwann beim Franziskischlössl. Für die Rundweg-Variante halten wir uns an dieser Stelle jedoch links.

Es geht Richtung Wald (nicht mehr barrierefrei bzw. nicht für Kinderwägen geeignet – in diesem Fall dem rechten asphaltierten Stefan-Zweig-Weg folgen)

Wir gehen an dem Häuschen vorbei…

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…ab in den Wald…

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…und wer ganz genau guggt, der findet vielleicht sogar einen kleinen Zwergenfreund.

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An dieser Stelle gabelt sich mehrmals der Weg. Wer sich eher links hält, hat wunderbare, meist einsame Waldwege mit herrlichen Blickfenstern auf die Stadt. Rechtsseitig ist der vorgesehene Wanderweg mit vielen Steintreppen und Schotter und dementsprechend starker Frequentierung.

Hier im Bild der „befestigte“ Wanderweg:

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…während die Waldversion dieses Spazierganges folgendermaßen aussieht:

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Die Abzweigungen zu Aussichtspunkten sollte man sich nicht entgehen lassen…

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Und irgendwann… schwupps di wupps… hat der Wald ein Ende und man steht direkt vor dem Franziskischlössl.


Der Wendepunkt: Franziskischlössl

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Das Franziskischlössl wurde 1629 von Erzbischof Paris von Lodron erbaut. Als Teil der Wehranlage im Dreißigjährigen Krieg diente es zur Sicherung des Kapuzinerberges und der Stadt Salzburg. Vor allem die Talenge Richtung Gnigl und die dortige Wehranlage konnten von hier aus perfekt gesichert werden.
Gewidmet ist das Schlössl dem Heiligen Franziskus, „auf dass der Frieden am Berg ewiger als ewig andauern möchte“.
Mittlerweile befindet sich im Franziskischlössl ein Restaurant, dessen Gastgarten noch heute ein schmiedeeisernes Geländer aus der Erbauungszeit ziert.

Ich habe leider ein sehr gutes Händchen dafür, dass das Restaurant immer, wenn ich dort vorbeikomme, geschlossen ist. Daher ist sich eine Einkehr bist jetzt noch nie ausgegangen. Aber IRGENDWANN werde ich das nachholen, denn das Essen dort soll hervorragend sein!

Öffnungszeiten:
Februar – Dezember 11:00 – 17:00 Uhr (Jänner geschlossen)
Küche von 11:30 – 16:00 Uhr
Ruhetag: Montag und Dienstag


Abstieg entlang der Wehrmauer

Hinter dem Franziskischlössl geht der Weg entweder hinab Richtung Schallmoos (ZiB) oder entlang der Wehrmauer zurück zum Ausgangspunkt. Optional könnte man von hier aus auf den Gaisberg weiter gehen.

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ACHTUNG! Es handelt sich beim Basteiweg um einen alpinen Steig. Vorsicht bei Nässe und Schnee. Hier ist gutes Schuhwerk (Sohle mit Profil) nötig!

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Den Rückweg entlang der Mauer finde ich besonders interessant. Die Reste des Dreißigjährigen Krieges erstrecken sich bis heute über die Salzburger Stadtberge und sind mittlerweile denkmalgeschützt. Ein überaus geschichtsträchtiger Spaziergang…

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Die Wegfindung gestaltet sich ziemlich einfach… immer der Mauer entlang…

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Bis man erneut auf Salzburg hinunterblickt…

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Von hier aus nordwärts gelangt man zurück zum Ausgangspunkt. Auf Höhe der Kapuzinerkirche lohnt sich ein Abstecher zu einem der schönsten Aussichtspunkte in Salzburg.

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Um den Rundweg zu vollenden, steigt man über die Imbergstiege ab. Diese führt einen mitten in die Steingasse. Am Ende der Treppe biegt man rechts ab und gelangt so zurück zum Ausgangspunkt am Platzl.

 

Wenn euch diese Tour gefallen hat, so findet ihr hier weitere leicht zu erreichende Wanderziele in Salzburger Stadtnähe: 7 leicht zu erreichende Wanderziele in Salzburger Stadtnähe

Buchtipp: Wer diesen und andere lohnenswerte Berge in der Umgebung näher kennenlernen möchte, dem sei folgendes Buch ans Herz gelegt:
Das große kleine Buch: Die Salzburger Hausberge erleben* von Thomas Neuhold und Stefanie Ruep

*(durch den Klick und Kauf über diesen Link, macht es für euch preislich keinen Unterschied, aber ich bekomme durch das amazon-Partnerprogramm ein paar Cent dafür)

Happy Hiking!

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