Anfänger, Fortgeschrittene, Gedanken, Profis, Special Events

Happy Birthday, Boulderbar Salzburg!

Es ist doch wirklich uuuunglaublich, wie schnell doch die Zeit vergeht…

Es war doch erst gestern,

  • als der große Bud Spencer noch Fausthiebe verteilte,
  • als die Briten noch zur EU gehören wollten,
  • als die Isländer unsere Herzen eroberten – „Huh!“,
  • als noch niemand an Donald Trump als US-Präsident glaubte,

und allem voran…

  • als die Verrückten der Vertikalen noch kein Plätzchen zum Austoben, zum Treffen, zum Tüfteln, zum Trainieren, zum gemütlichen Beisammensein, zum Abschalten, zum Träumen u.v.m. hatten!

Zum Glück wurden wir nunmehr vor genau einem Jahr endlich erlöst in Form eines wirklich einzigartigen Geschäftskonzeptes – der Boulderbar in Salzburg.

Wie der Name schon erahnen lässt, vereint diese Einrichtung die Möglichkeit des Boulderns (Klettern in Absprunghöhe ohne Seil) mit einer gemütlichen Bar für die Auffüllung unserer Kraftreserven und das wohlverdiente kühle Blonde danach. Man kann bouldern, man kann bouldern und danach eine Kleinigkeit essen und/oder trinken, man kann auch einfach nur was trinken… (Bis auf „nur bouldern“ hab‘ ich schon jede Variante durch)

IMG_7178


Die harten Fakten

Unsagbare 900 m² stehen uns zum Bouldern zur Verfügung. Es gibt Routen in den verschiedensten Schwierigkeitsstufen vom Einsteigerboulder mit schönen Griffen und knappen Abständen bis hin zur Profiroute mit Überhängen und/oder schwer zu greifenden „Etwassen“. Die Routenschrauber lassen sich regelmäßig neue und spannende Rätsel für die Besucher einfallen.

IMG_7180

In Kletterkreisen ist es üblich, den verschiedenen Routen Namen zu geben. Natürlich gilt das ebenso für die Indoor-Kraxelei. Die Namensauswahl in der Boulderbar ist oftmals genauso amüsant, wie die Route selbst. So klettert man beispielsweise auf dem „Bürohengst“, geht auf „Skitour“ oder versucht sich an der „Henkelparade“.

IMG_7166

Solche Namen brennen sich durchaus ins Gedächtnis und vereinfachen den Austausch mit seinen Boulderkollegas. „Hey, hast du den Need for Speed schon geschafft?“ – „Poah, der Barfußflash hat es aber echt in sich!“ – „Kindergeburtstag – von wegen!“
Allzu lange sollte man sich mit dem Lösen der Boulderprobleme jedoch nicht Zeit lassen, denn es kann sein, dass er beim nächsten Mal bereits umgeschraubt ist.

IMG_7184

Der Boulderbereich ist in verschiedene Sektoren gegliedert. Einen Trainings- und Einsteigerbereich im oberen Stock (School) – aktuell eine Jump’n’Run Area, einen Kids-Bereich (School und Barbieland), leichtere (Barbieland) und schwerere Sektoren (Stars and Stripes, Kongs Cave) im Erdgeschoss inklusive hauseigener Überhang und die zwei vorderen, tendenziell schwierigeren Bereiche (Cezannes Kitchen, Secret Garden), in dem von Zeit zu Zeit verschiedenste Bewerbe ausgetragen werden, wie zum Beispiel kürzlich die Boulder-Jugendmeisterschaft des AV Kuchl. Der Vorteil an dieser Aufteilung ist, dass  die Bereiche in solchen Fällen sektoral abgetrennt werden können und somit ist ein Bouldern für uns Normalsterbliche trotz Bewerb möglich. Zusätzlich reagiert die Boulderbar in solchen Ausnahmefällen mit den entsprechenden Preisanpassungen nach unten! Sehr löblich!

IMG_7158
Der Trainigsbereich mit Hanteln, Ringen, Matten, natürlich einem Zlagboard u.v.m.
IMG_7164
Barbieland
IMG_7189
Stars & Stripes und Kongs Cave

Der Boden des Kletterbereichs ist durchgehend mit speziellen Matten ausgekleidet, um im Falle eines Sturzes lebensgefährliche Verletzungen zu verhindern. In der Boulderbar Salzburg sind diese Matten in neutralem Grau gehalten und verfügen über die in Kletterhallen übliche Chalk-Schicht, die sich jedoch in Grenzen hält!

IMG_7168

Sauberkeit wird in der Boulderbar Salzburg groß geschrieben. Ich habe dort noch keinen Vorfall miterlebt, der an der Hygiene des Personals oder der Gäste zweifeln ließe. Bei einem Ansturm von rund 200 Leuten gleichzeitig an einem verregneten Sonntag erfordert das dementsprechenden Einsatz des gesamten Teams. Dafür an dieser Stelle ein „Danke!“ und „Hut ab!“
Bis zum hintersten Eck in den Garderoben, dem Kleiderständer im Shop und der Eingangsglasfassade ist alles, trotz dauerhaftem Chalknebel, top in Schuss gehalten. Entweder das oder meine Sinne sind schon verchalknebelt.

IMG_7195
Der hauseigene Gwand-, Schuh- und sonstiger Kletterkram-Shop

Die besonderen Extras

Ein wirkliches Highlight der Boulderbar Salzburg sind die vielen angebotenen Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene. Hier hat man die Möglichkeit, die verschiedensten Kletter- und Falltechniken direkt vom Profi zu erlernen! Es gibt speziell abgestimmte Trainings für Anfänger, Frauen, Profis und Kinder. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit zu individuellen Einzeltrainings oder gezielte Workshops zu bestimmten Themen, beispielsweise aktuell den „Boulder-Shoulder“, in dem vor allem auf den Schulterbereich eingegangen wird.

IMG_7191

Eine Sache gefällt mir mit Abstand am Besten an der Boulderbar Salzburg. Dieses Konzept ist wirklich einmalig und geht völlig auf. Im Leben geht es zwar viel und oft ums Klettern, aber eben nicht nur. Es geht gleichermaßen ums Beisammensein, ums Plaudern oder um gemeinsam Musik zu genießen. Es geht um Kulinarisches, um den Spaß oder um die Familie und wie man all‘ diese Dinge miteinander kombinieren kann. Daher finden seit der Eröffnungen der Boulderbar tolle Themenpartys und Konzerte statt, es wurde bereits zum Bierpong-Turnier und zum Pokerduell geladen. Draussen vor der Bar lud man zur Grillerei, ebenso wie zu außertürlichen Umtrunks. An Halloween wird sich gegruselt und an Fasching herumgeblödelt. An den Open Stage-Abenden gastieren regionale Bands in der Boulderbar und erfreuen die Gemeinde mit satten Klängen auf die Ohren. Bekannte Gesichter aus der Kletterszene beehren die Boulderbar mit Vorträgen und Shows.
Diese spürbare Hingabe, mit der die Betreiber solche Events auf die Beine stellen, spiegelt sich an diesen Abenden wider. Dieses Konzept ist wirklich einzigartig. Klettern und Bouldern ist eben nicht nur ein Sport, es ist ganz klar eine Lebenseinstellung und jeder der in die Boulderbar kommt, wird von diesem Flair angesteckt, von dieser Leidenschaft, die die Besucher und das Personal dort vorleben.

IMG_7194
Die Bar mit Panoramafenster zum Zuschauen

Dazu kommt, dass man dort selbst als Anfänger und Newbie wie ich einer bin, als absolut untypisch aussehender Kletterer, trotzdem freundlich und liebevoll in die Gemeinschaft aufgenommen wird. Ich bin optisch eher der totale Anti-Kletter-Typ, aber trotzdem endet der erfolgreiche Bouldertag beim gemeinsamen After-Climb-Getränk in, oder im Sommer vor, der Boulderbar. Ich kenne kaum einen Sport wo diese Offenheit und Menschlichkeit derart präsent ist.

IMG_7196


Aber moment mal… Bouldern hä?

Was ist das eigentlich genau?

Der Begriff „Bouldern“ kommt vom englischen Wort „boulder“ für Felsblock und bezeichnet eine spezielle Form des Kletterns.
Beim Bouldern klettert man ohne Seil und Klettergurt in Absprunghöhe. Die Wände in der Boulderbar erreichen beispielsweise eine Maximalhöhe von 4,5 m.

Ein großer Vorteil gegenüber dem klassischen Seilklettern ist die Tatsache, dass man zum Bouldern keinen Sicherungspartner benötigt. Man benötigt im Prinzip nur bequeme Kleidung, Kletterschuhe (können in der Boulderbar geliehen werden) und optional einen Chalkbag für mehr Grip. Die Unsummen, die man bei anderen Sportarten bereits im Vorfeld investieren muss, fallen beim Bouldersport weg.

IMG_7175

Indoor sind die Böden, wie bereits weiter oben erwähnt, mit speziellen Matten ausgekleidet. Für Outdoor-Boulderspots gibt es spezielle Crashpads zum Unterlegen.

Bouldern ist eine tolle Möglichkeit in den Klettersport hineinzuschnuppern. Die Techniken sind ähnlich wie beim Seilklettern, jedoch fällt größtenteils die Sache mit der Höhenangst weg. Es gibt beispielsweise einige Boulder, die eher horizontal knapp über dem Boden verlaufen. Dieser Sport ist für jeden geeignet egal ob Männlein oder Weiblein, jung oder schon etwas älter, schlank oder etwas fester. Man muss kein Sixpack haben, um Bouldern zu gehen – im Gegenteil! Das kommt dann von ganz alleine!

Also wer bis jetzt noch nie in der Boulderbar Salzburg auf eine nette Kraxelei und ein After-Climb-Trangerl war, der sollte das schleunigst nachholen! Beim ersten Mal gibt es ermäßigten Eintritt zum Schnupperpreis. Kletterschuhe können dort geliehen werden!

boulderbar Salzburg
Richard-Kürth-Straße 9
5020 Salzburg

Anfahrt: Obus-Haltestelle Robinigstraße (Linie 2) oder Auto- und Drahtesel-Parkplatz  direkt vor der Halle.

Öffnungszeiten:

Montag:

14:00h – 22:00h

Dienstag:

10:00h – 22:00h

Mittwoch:

07:00h – 22:00h

Donnerstag:

10:00h – 22:00h

Freitag:

10:00h – 22:00h

Samstag:

09:00h – 22:00h

Sonntag:

09:00h – 21:00h

Feiertags:

09:00h – 22:00h

Weitere Infos unter: http://www.boulderbar-sbg.at/ 

Be there and be part of it! And never forget: „If it’s hard, climb it!“

IMG_7204

 

Dieser Beitrag entstand aus freien Stücken und entspricht meiner ehrlichen, subjektiven Meinung als Gast der Boulderbar Salzburg. Ich wurde dafür weder engagiert, noch in irgendeiner Form entlohnt 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s