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[Interview] Matthias Mayr – Auf den Spuren der Ersten

Matthias Mayr und Matthias „Hauni“ Haunholders neuester Streich Auf den Spuren der Ersten steht in den Startlöchern. Aus diesem Anlass hatte ich Gelegenheit einem der beiden Hauptakteure, Matthias Mayr, bereits vorab ein paar Fragen zu stellen.

Matthias Mayr – nicht nur professioneller Freerider, sondern auch leidenschaftlicher Filmemacher. Das hat er bereits in vergangenen Filmen wie A History of Snow, Onekotan – The Lost Island oder The White Maze deutlich unter Beweis gestellt. Der aktuellste Film The White Maze räumt einen Preis nach dem anderen ab, sei es beim Trento Film Festival, beim Mountain Film Festival Milano, dem Filmfestival Kitzbühel oder beim Côte d’Azur Sportfilm-Festival und vielen anderen mehr…

So gerne die beiden Profi-Skifahrer in der Weltgeschichte umher cruisen und spannende Abenteuer und Erstbefahrungen erleben, ebenso gern sind sie in heimatlichen Gefilden unterwegs. Daher ist dieser Film den beeindruckenden Erstbefahrern der legendären Pallavicini-Rinne am Großglockner und der Hochfeiler-Nordwand gewidmet.

Trotz dem Erfolg sind die beiden Jungs bodenständig geblieben.

Aufstieg Hochfeiler Blick nach unten
Aufstieg in der Hochfeiler-Nordwand; Foto © M-Line

Um das Ganze so realistisch wie möglich zu gestalten, waren ihnen keine Hürde zu groß und keine Mühen zu scheu! Nicht nur die Skiausrüstung stammt aus vergangener Zeit, sondern auch das Auto für die Anreise hat bereits einige Jahre auf dem Buckel. Doch Näheres lest ihr im folgenden Interview…


Verwundert über die spontane und schnelle Zusage eines doch nicht ganz so unbekannten und begnadeten Skifahrers und Filmemachers eine kurze Exkursion zu meinem Erstkontakt mit dem Matthias:

Uiii, jetzt war ich aber doch etwas überrascht von dieser Schnelligkeit…

Matthias M.: Warum sollte ich langsam sein?

Ja, stimmt auch wieder (ich lache betreten)

Matthias on Top of Hochfeiler Northface
Am Gipfel des Hochfeiler. Foto © M-Line

Doch bevor ich endgültig peinlich berührt in meinem Erdloch verschwinde, lassen wir den Matthias Mayr selbst erzählen:

Zuerst ein paar allgemeine Fragen zum Auflockern…

Wie lange stehst du schon auf den Skiern?

Matthias M.: Seit ich 5 Jahre alt bin.

Wie hast du deinen Film-Partner, den Hauni kennen gelernt?

Matthias M.: Beim Freeriden vor über 10 Jahren. Hm, naja 12 oder 13 Jahre eigentlich schon.

Wie seit ihr zum Filme machen gekommen bzw. seit wann macht ihr das schon?

Matthias M.: Seit 2008. Da habe ich ihn gefragt ob er mitkommen will nach Südamerika einen Film machen. Er hat sofort JA gesagt und seit dem haben wir gemerkt, dass das super funktioniert und seit dem machen wir das quasi als Unternehmen gemeinsam.

Also so richtig professionell, nicht nur als Hobby?

Matthias M.: Mhm, genau ja.

Eure Filme räumen einen Preis nach dem anderen ab. Habt’s ihr je damit gerechnet, dass eure Filme so erfolgreich werden?

Matthias M.: Mein Ziel ist eigentlich schon immer, seit ich Filme mache, Preise zu gewinnen, weil das eine gute Bestätigung ist für die Qualität der Filme.
Unabhängig davon, wie viele Leute den Film anschauen. Es gibt Filme, die viele Preise gewinnen und nicht so viele Leute anschauen und Filme die viele sehen und keinen Preis gewinnen.
Man muss nicht unbedingt Preise gewinnen, um zu wissen, dass man einen guten Film gemacht hat, aber unsere Filme haben auf der ganzen Welt Millionen Leute gesehen (zum Beispiel Onekotan mit über 20 Millionen Besuchern). Ich wollte auch die Bestätigung haben, dass die sogenannten Experten unsere Filme gut finden und darum freue ich mich, dass wir mit The White Maze so viele Preise gewinnen.

Das ist wirklich ein Wahnsinn, unglaublich.


 

Nun zu eurem neuesten Film „Auf den Spuren der Ersten“. Worum geht’s in dem Film?

Matthias M.: Wir haben uns entschlossen letzten Sommer was in Österreich zu machen für eine Saison, weil wir demnächst in die Antarktis aufbrechen… (Oho, spannend! Anm. d. Red.). Wir wollten ein Jahr etwas Zuhause machen. Für eine Erstbefahrung in Österreich muss man wahrscheinlich sehr lange suchen und diese wäre wohl auch nicht mehr so interessant, da eh schon so ziemlich alles befahren worden ist. Darum machten wir uns auf die Suche nach denjenigen, welche diese ganz großen Sachen erstbefahren haben und so ist diese Idee für den Film dann entstanden.
Konkret behandeln wir die Erstbefahrungen der Pallavicini Rinne am Großglockner und der Hochfeiler Nordwand, der höchste Berg der Zillertaler Alpen.
„Auf den Spuren der Ersten“ baut auf diese Erstbefahrungen auf. Zuerst werden diese mit dem originalem Material nach gespielt und später noch einmal mit moderner Ausrüstung befahren.

Wie lang haben Vorarbeit und die Dreharbeiten gedauert?

Matthias M.: Grundsätzlich sind unsere Projekte so dimensioniert, dass wir immer ein Jahr benötigen von der Planung, über die Finanzierung bis zum fertigen Film.

Bildschirmfoto 2017-03-27 um 19.08.15
Bei den Dreharbeiten mit zeitgemäßer Ausrüstung. Foto © M-Line

Wie habt ihr das Material der damaligen Zeit organisiert?

Matthias M.: Von unseren Eltern und Großeltern und unseren unterstützenden Skifirmen (Elan und Atomic).

Also so richtig benutztes Originalmaterial?

Matthias M.: Ja genau, wir haben geschaut, dass das Material älter war, als zu dem Zeitpunkt der Erstbefahrung. Wir haben auch zum Beispiel das Auto aus der Zeit genommen, mit dem wir dann hingefahren sind. Damit es so richtig authentisch wirkt.

Car portrait 1980
Sogar die Anreise ist zeitgemäß. Foto © M-Line

Was ist der Unterschied zwischen dem Material von damals und dem heute?

Matthias M.: Das Material von damals ist wohl für den heutigen Skifahrer unfahrbar. Zumindest wenn man das nicht gewohnt ist.
Die heutige Technik ist eine ziemliche Erleichterung. Man kann froh sein, dass es die gibt.

Wärst du mit den Materialien und den Verhältnissen von damals auch zum Freerider geworden?

Matthias M.: Da ich bereits als Kind, als es noch keine Carver gegeben hat, bereits im Gelände gefahren bin, bestimmt! Aber es macht halt mit den Ski-Modellen von heute viel mehr Spaß, mit den Rockern und was es da alles gibt. Es ist einfach viel lustiger, wenn es nicht mehr so schwierig ist.

Matthias Kleiner Glockner 2
Matthias Mayr am Kleinglockner. Foto © M-Line

Und zu guter Letzt: Was erwartet die Zuschauer am Mittwoch den 11.10. in Salzburg bei der Premiere?

Matthias M.: Das möchte ich natürlich nicht verraten! Ich hoffe nur, dass es ein durchgehend spannender Film ist und dass die Leute sagen, die Filme werden jedes Jahr besser.


Also ich bin auf jeden Fall davon überzeugt, dass es ein toller und actionreicher Abend wird! Die Premiere findet am Mittwoch, 11.10.17 im Rahmen der 9. Adventure Days im OVAL-Die Bühne im Europark in Salzburg statt.

Die Karten sind beim Kartenbüro Neubaur erhältlich!

Ich habe gerüchteweise von einer Afterparty im Raschhofer gehört inklusive einer Verlosung von tollen Sachpreisen wie z.B. einem Paar Skiern von Elan!

Sei dabei! Ich bin es!


© Sämtliche Bilder in diesem Beitrag wurden mir freundlicherweise von Matthias Mayr zur Verfügung gestellt!

Links:
Österreich-Premiere „Auf den Spuren der Ersten“ in Salzburg – OVAL-die Bühne im Europark

Karten für die Premiere beim Kartenbüro Neubaur
„The White Maze“ auf deutsch oder englisch
Matthias Mayr auf Facebook
Matthias Haunholder

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