On Top of Austria – Großglockner-Besteigung 2017


glockner-gipfel

Keine Panik! Ihr habt euch nicht in der Seite geirrt… das ist immer noch mein Anfängerblog auf Einsteiger-Niveau. Ich möchte jedoch an dieser Stelle aufzeigen, dass wenn man etwas wirklich erreichen will, man das auch schaffen kann. Die Voraussetzungen, die man zum Zeitpunkt des Entschlusses mitbringt, spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle, denn eines ist völlig klar: Der Großglockner ist ein Langzeit-Projekt! Allerdings gleichzeitig eines, auf das es sich hinzuarbeiten lohnt!
Auch wenn ich momentan noch meilenweit von einer Besteigung dieser Größenordnung entfernt bin, so glaub ich dennoch daran, dass es dieses Jahr noch möglich ist, dieses Ziel zu erreichen.

Meine Planung im Detail:

  • Geplant im September 2017 (nur bei ausreichender körperlicher Fitness)
    UPDATE: Verschoben aufgrund… siehe Eintrag von Oktober 2017
  • Normalweg über Stüdlhütte, Erherzog-Johann-Hütte
    UPDATE: Besteigung über Stüdlgrat oder als Skitour
  • 2-Tagestour, wenn möglich unter der Woche
  • Begleitung & Führung: privat, durch erfahrene Bergsteiger-Bekanntschaft
  • Diverse Trainingstouren über den gesamten Frühling/Sommer 2017 – *check*

Gesucht wird noch:

  • Sponsor für Ausrüstung (Minimalbeitrag – benötige „nur“ noch Eispickel, und ev. Steigeisen, bessere Thermokleidung, da womöglich eine Winterbesteigung daraus wird)
  • Tipps von erfahrenen Alpinisten und erfolgreichen Glockner-Besteigern (dieser Punkt wird sich nie ändern, denn Tipps nehme ich immer gerne an)

FREIWILLIGE VOR!

Selbstverständlich halte ich euch auf dieser Seite auf dem Laufenden, wie es mit dem Projekt „Großglockner 2017“ voran geht.

 


Stand März 2017: Mittlerweile habe ich bereits von mehreren Seiten gehört, dass der Großglockner technisch nicht der schwierigste Berg ist und mein Vorhaben wird so gut wie immer mit einer verächtlichen Handbewegung kommentiert.
Da sieht man wieder wie unterschiedlich die Empfindungen doch sind… für mich ist das ein Großprojekt und ein Lebenstraum, für andere nur ein Augenrollen.

Falls euch so etwas passieren sollte – lasst euch bloß nicht entmutigen! Erfahrenere Bergler denken eben in anderen Dimensionen. Hört auf euch selbst und macht euer Ding. Sich mit solchen Leuten messen zu wollen, ist zwar möglich, aber nicht ratsam.

Zur Ausrüstung: Ich hab aktuell weder Steigeisen noch Eispickel. Das Skitour-Fieber ist ausgebrochen und meine Gedanken kreisen daher hauptsächlich um die nächste, noch mögliche Tour, Schnee-Findung im Frühling und Lawinenkunde.
Kommt Zeit, kommt Zeug!

Trainingsstand: Ich merke ENDLICH leichte Fortschritte!
Mein Trainingspensum umfasst je nach Wetter und Laune:

  • 1-2 x laufen/Woche (8-11 km)
  • 1-2 Bergtouren/Woche (300-1000 HM)
  • 1 x Klettern/Woche (1,5 h)
  • Mindestens 1 x Krafttraining/Woche (diverse Übungen für Zuhause)

Stand Anfang Mai 2017: Die Motivation ist noch da. Das Training läuft jedoch leider nur „so lala“. Nach längeren Touren schmerzen die Knie ohne Ende. Ich merke kaum einen Trainingsfortschritt, was Kraft & Kondition angeht und das Gewicht geht auch nicht runter… Alles in allem ist es einfach nur demotivierend. Dazu kommt, dass noch andere Umstände im Leben versuchen mir Steine in den Weg zu legen. Sich da wieder aufzurappeln und rauszugehen, ist da oft schon Überwindung genug.

Umso WICHTIGER wäre es, dass ich dieses Ziel erreiche und daher gebe ich an dieser Stelle noch lange nicht auf. Ein Tiefschlag darf ruhig sein, solange es irgendwann wieder bergauf geht.

Wenigstens habe ich (was hoffentlich noch immer aktuell ist) eine verlässliche Begleitung für dieses Projekt, die mich bereits jetzt regelmäßig irgendeinen Berg hochscheucht oder mich in der hauseigenen Garten-Gletscherspalte zu Trainingszwecken hochprusiken lässt.

An so etwas wie eine eigene Ausrüstung denke ich aktuell noch nicht, da mir bereits einige Leute eine Leihausrüstung angeboten haben, auf die ich notfalls zurückgreifen kann.

Das war’s soweit für den Moment – das nächste Update kommt, sobald ich hoffentlich Positiveres zu berichten habe.

Trainingsstand: minimale Verbesserung in Kraft & Kondition. Der Anstieg auf die Stadtberge ist z.B. nicht mehr anstrengend für mich. Da gab es schon andere Zeiten…
Ich gehe mehrmals die Woche auf einen Berg (davon mindestens eine längere Tour) und 1 x die Woche klettern wie gehabt. Das Laufen habe ich eingeschränkt aufgrund meiner Knieprobleme.


Stand Ende Juli 2017: Es läuft! Endlich!

Ich weiß nicht, ob sich jemand von euch gefragt hat, ob das Projekt noch im Gange ist, aber ich kann euch sagen: JA! Ich habe noch nicht aufgegeben. Ich habe fest vor, das Versprechen mir selbst gegenüber einzulösen und den Großglockner zu erklimmen.

Ich tendiere sogar dazu die Challenge etwas zu erhöhen. Ich möchte etwas besonderes aus dieser Tour machen. Ich spinne meine Gedanken und eine Alternativroute, die untypisch für eine Erstbesteigung ist oder eventuell eine Anfahrt mit dem Rad „by REAL fair means“ – wir werden sehen, was mir dazu noch einfällt in nächster Zeit.

Das WICHTIGSTE ist: Ich mache endlich spürbare Trainingsfortschritte. Woran ich das messe? Nunja, ich gehe ab und an noch laufen z.B. bei Schlechtwetter und kann deutlich bessere Zeiten verzeichnen. Ich schaffe immer mehr Liegestütze (wenn auch nicht viele, aber doch), ich bewege mich zügiger Anstiege hoch, ich mache Fortschritte beim Klettern UND (auch wenn das für die Tour nicht so wichtig ist, aber für mich persönlich) ich nehme endlich ab. Ich schleppe immer noch an die 15 kg zu viel mit mir herum und es ist nicht nur allein die Optik, die hier störend ist, sondern auch die Tatsache, dass man diese Zusatzlasten erst einmal den Berg hoch schleppen muss!

Um diesen Prozess zu unterstützen, habe ich meine Ernährung aktuell etwas besser im Griff und im Blick. Es muss einem eben bewusst sein, dass man für so ein Ziel arbeiten und kämpfen muss. Nichts wird einem geschenkt, auch kein Großglockner-Gipfelsieg.

Ich bin und bleibe guter Dinge!

Aktuelles Training: Bei Schlechtwetter laufen zw. 5 und 11 km (zw. 30 und 90 Min.), Bergtouren am Wochenende, wenn es der Terminplan und das Wetter erlauben (ich arbeite wieder Vollzeit und bin leider nicht mehr so frei wie noch im Mai bzw. Anfang des Jahres), unregelmäßig klettern da mein Kurs Sommerpause hat. Übungen zuhause wie Liegestütze, Planking, Situps…

NEU DABEI: Ich habe die große Ehre das Buch Athletiktraining fürs Klettern und Bouldern: Über 80 Übungen für Schulter, Core, Hüfte und Sprunggelenk* von Bernd Bachfischer seit heute in Händen halten zu dürfen. Es wurde mir für eine ausgiebige Testphase zur Verfügung gestellt und ich freue mich riesig, mich schon bald über die Übungen stürzen zu können. Eine ausführliche Rezension gibt es natürlich zu einem späteren Zeitpunkt hier auf meinem Blog 🙂


Stand Oktober 2017: Nun ja… was soll ich sagen? Das Projekt war für September geplant und konnte leider nicht abgeschlossen werden. Das hat aber nichts mit meinem Trainingsstand zu tun, sondern mit Umständen im Leben, die man leider nicht wirklich beeinflussen kann. Zum einen war ich 1 Monat lang (den ganzen August) gesundheitlich eingeschränkt und hatte daher keinerlei Interesse an Sport im Allgemeinen und an derartigen Projekten schon gar nicht. Diese Problematik ist mittlerweile zwar überstanden, aber meine Begleitung ist aktuell derart mit Arbeit zugeschüttet, dass wir noch keinen passenden Termin gefunden haben. Das Wetter ist ebenfalls nicht gerade auf unserer Seite. An den wenigen möglichen Möglichkeiten, regnet es bzw. schneit es oben. Ich habe einen unfreiwilligen Jobwechsel hinter mir und muss aktuell ebenfalls ungewohnt viel arbeiten und bin nicht mehr so flexibel wie früher. Das alles sind Faktoren, die bei einem Hobby-Blogger wie mir mit einfließen und hier an dieser Stelle nicht unerwähnt sein sollen. Denn mit derartigen Hindernissen und Rückschlägen haben wir alle zu kämpfen. Vor allem im Social Media-Bereich posten die Leute immer nur ihre Erfolge und man wird von einer Bilderflut des Erfolges überschwappt. Das Scheitern wird verschwiegen. Die unzähligen erfolglosen Versuche davor werden ignoriert, als hätte es sie nie gegeben.
HIER NICHT!
Dafür habe ich neuerdings ein anderes spannendes Projekt. Wobei „Projekt“ hier nicht so ganz das passende Wort ist. Ich habe die ganz große Ehre erhalten, als Betreuer im Sportklettern für Kinder- und Jugendliche der Naturfreunde zu fungieren. Ich hätte niemals erwartet, dass mir a) das Klettern solche Freude bereitet und b) ich das irgendwann an die nächste Generation weiter geben kann.
Wenn es so läuft, wie ich mir das erhoffe, wird möglicherweise ein richtiger Übungsleiter aus mir, so ganz richtig echt mit Zertifikat und so. Wie ihr seht, bleibe ich nie still stehen, auch wenn es auf dieser Projektseite vielleicht so wirken mag. Alles, jedes Puzzle-Teil des Lebens, gehört zusammen und wird mich irgendwann auf diesen Berg, den Großglockner, führen. Davon bin ich überzeugt!
Ich habe ihn für dieses Jahr noch nicht ganz aufgegeben. Wir, also meine Begleiterin und ich, sind keine „Saison-Bergsteiger“, die nur in der Sommerzeit in höheren Gefilden unterwegs sind. Jetzt beginnt die heiß geliebte Skitouren-Saison und wer weiß… vielleicht wird mein erstes Mal am Glocki eine Skitour? Ab hier werde ich es jedoch ohne Datumsvorgabe halten, da es nun nicht mehr um das Training an sich geht. Wenn man regelmäßig was tut, ist man durchaus „fit genug“ für den Großglockner. Das einzige Problem könnte noch die Höhe werden, aber das sehe ich erst vor Ort wie ich darauf reagiere. Knapp über 3000m bekomme ich minimale Druckgefühle im Kopf, aber es ist noch gut aushaltbar. Wie das mit knapp 800m mehr ist, wird sich dann zeigen.
Ein Punkt ist mir persönlich ebenfalls sehr wichtig und kristallisiert sich heraus: Ich möchte, wie von Anfang an geplant, privat organisiert und ohne traditionellen Bergführer gehen. Ich habe das Gefühl, ich muss mir diesen Berg verdienen und das werde ich hoffentlich auch 🙂

Noch kurz zum Ausrüstungsstand: Ich habe mir neue Schuhe von SALEWA im Hervis Schuh-Sale gegönnt. Es war wirklich keine leichte Entscheidung, weil ich habe es wahrlich nicht dicke, aber ich fand es eine gute Gelegenheit. Die Schuhe habe ich bereits bei einer Tour auf den Untersberg getestet und bin bis jetzt begeistert.
SALEWA WS Rapace GTX auf amazon*
Sie sind voll steigeisenfest, was bedeutet, dass ich mir nun zumindest die Steigeisen von meiner Begleitung ausborgen kann. Gegen eigene hätte ich natürlich nichts einzuwenden, aber ich bin zumindest nicht mehr davon abhängig.
Gurte habe ich sogar zwei zur Auswahl… meinen Klettersteig-Gurt, eine Light Version, ebenfalls von Salewa oder meinen Klettergurt, der mir freundlicherweise von der Boulderbar Salzburg zur Verfügung gestellt wurde und sich an regelmäßigem Einsatz in Halle und Fels erfreut.
Kleidung für diverse Verhältnisse und Witterungen ist vorhanden. Hier muss man sowieso spontan entscheiden, was in den Rucksack kommt.
Es fehlt lediglich noch der Eispickel, dann steht dieser Hochtour der besonderen Art zumindest ausrüstungstechnisch nichts mehr im Wege.

 
*Affliate Link – Wenn ihr den Artikel über diesen Link bestellt, macht es preislich für euch keinen Unterschied, aber ich würde ein paar Cent dafür bekommen 🙂